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Wie man auf dem Schweizer Cannabis-Markt ein Business startet

September 14, 2022 | Category : Messen & Events | Posted By : Silvana Zollinger

84 Aussteller, 3 Bühnen, 73 Speakers, 1532 Besucherinnen und Besucher – das die Kurzzusammenfassung der CB Expo 2022 in Zürich. Wie üblich an Messen wurde viel Business gemacht, neue Kontakte geknüpft und alte Kontakte aufgefrischt. Doch wurde auch viel darüber gesprochen, wie der Europäische Cannabis-Markt und vor allem der Schweizer Markt in Zukunft aussehen wird – letzteres auf dem Panel ‘The Future of Switzerland as a Leader in the Cannabis Industry’. Michela Mastropietro (Swiss Queen), Leonid Kotlyar (DéWarrior Unlimited B.V.), Stefan Strasser (Swiss Extract), Andrew Petronanos (Fineleaf) und Luc Richner (Cannavigia) haben unter der Moderation von Farida Hussain von Dovetail Consulting darüber diskutiert, ob die Schweiz ein weltweiter Cannabis Hub sein wird, was Swissness bedeutet, warum und wie man auf dem Schweizer Cannabis-Markt ein Business startet und welche Hürde es dabei gibt. Wir haben nach der Konferenz mit den Panellisten gesprochen.

Was bedeutet Swissness? Was macht sie so besonders?

Michela Mastropietro: Die Schweiz steht für hohe Qualität, welche weltweit bekannt und geschätzt ist. Mit dem Standort Schweiz und mit der Swissness geniessen Unternehmen weltweit wichtige Privilegien und profitieren somit von einer vorteilhaften Positionierung im internationalen Markt. 

Luc Richner: Als jemand, der in Asien aufgewachsen ist und viel Zeit im Ausland verbracht hat, habe ich viel über die Aussenperspektive auf die Schweiz gelernt. Die Schweizer sind gewissenhaft und denken vieles durch. Das wird im Ausland sehr geschätzt und deshalb geniessen wir das Vertrauen in die Swissness.

Wenn wir die Schweizer Pilotprojekte betrachten, was können andere Länder von der Schweiz lernen?

Leonid Kotlyar: Während der Pilotversuche wird eine immense Menge an Daten aus verschiedenen Quellen erhoben. Von den Tausenden von Einzelteilnehmern über die unterschiedlichen kantonalen Pilotprojekte bis hin zu den an der Studie beteiligten Universitäten – die Vielfalt der Daten, die erfasst und in einen ganzheitlichen Analyserahmen integriert werden können, ist unbegrenzt. Diese Daten können dann den politischen Entscheidungsträgern und den Interessenvertretern der Industrie helfen, effektive Fahrpläne und Vorschriften zu erstellen. Zweifellos wird das Schweizer Pilotprojekt anderen Ländern als gutes Beispiel dafür dienen, wie sie ihre eigenen Versuche durchführen, die Daten sammeln und den Wert der Daten maximieren können.

Luc Richner: Die Schweiz hat einen sehr pragmatischen Ansatz gewählt, der meiner Meinung nach der Einzige ist, der derzeit mit der Situation des Rechtsrahmens in der EU funktionieren kann. Den Rahmen zu schaffen, der eine landesweite Studie nicht von top down, sondern von bottom up ermöglicht, das ist der grosse Unterschied. Man kann zwar Konsultationsanhörungen mit verschiedenen Interessengruppen durchführen, aber ohne eine solide Grundlage werden diese immer für ihre Interessen werben. Der Ansatz der Schweiz ermöglicht es allen Beteiligten, zusammenzukommen und die weltweit erste und einzige datengestützte und empirische Studie darüber zu erstellen, wie eine Legalisierung aussehen könnte. Wir freuen uns sehr und sind noch stolzer darauf, Teil dieses branchenverändernden Moments zu sein und der offizielle Track-and-Trace-Partner des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu sein.

Was ist das Beste an der Schweiz, wenn Unternehmen hier ihre Tätigkeit aufnehmen?

Michela Mastropietro: Das wirtschaftliche, politische, rechtliche und finanzielle Umfeld der Schweiz ist vielversprechend für jede Branche und zieht daher seit jeher verschiedene internationale Institutionen an. Aus diesem Grund glaube ich, dass die Schweiz auch in der aufstrebenden Cannabisindustrie weltweit eine wichtige Rolle spielen wird.

Stefan Strasser: Man kann sich auf Schweizer Qualität verlassen, sie ist ein Teil unserer Kultur. Swiss Quality ist weltweit eine angesehene Marke und zudem haben wir viel Wissen in der Landwirtschaft, hervorragende Böden und ein gutes Klima für den Cannabis-Anbau.

Andrew Petronanos: Wir sind ein Trading Hub und wir sind ein innovatives Land. Sie können unter Schweizer Flagge hochwertige Produkte herstellen. Und wenn man die richtigen Daten hat, gestützt durch gute Forschung, dann kann man diese Produkte auch weltweit verkaufen.

Was könnte für ein Unternehmen in der Schweiz einschüchternd sein?

Andrew Petronanos: Auch wenn die Schweiz immer für Unternehmen offen ist, muss man gut vorbereitet sein, wenn man als ausländisches Unternehmen hierher kommt. Und auch wenn Zeit das wertvollste Gut ist, müssen Sie sich darauf einstellen, dass alles länger dauert und es sehr klare, aber strenge Vorschriften gibt. Kommen Sie in die Schweiz, aber stellen Sie sicher, dass Sie einen Schweizer Bezug haben, Sie müssen mit Schweizer Partnern zusammenarbeiten. Das wird es einfacher und akzeptabler machen.

Benötigen Sie Hilfe bei der Umsetzung der Vorschriften in der Schweiz und bei der Erfüllung der Compliance-Anforderungen? Kontaktieren Sie uns, um Ihr Geschäft in der Schweiz konform und transparent zu machen.

Schauen Sie sich das Panel an:

Schauen Sie sich das Video der CB Expo 2022 an:

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